Die Grundidee eines Studiengangs „Sozialarabeit
in der Psychiatrie“ (Master Mental Health) ist
einfach zu beschreiben. Er qualifiziert die Studierenden
für professionelle Tätigkeiten im Bereich
Mental Health (zu beachten hierbei ist, dass „Mental
Health“ als Berufsfeld in deutscher Sprache
mit dem Begriff „Psychiatrie“ nur sehr
unzureichend abgedeckt ist). Der Studiengang qualifiziert
nicht im Bereich (psycho-) therapeutischer Kompetenzen.
Auch ist er so angelegt, dass er keine Kompetenzüberschreitungen
gegenüber klinisch psychiatrisch tätigen
Medizinern reklamiert. Mit diesen Einschränkungen
verbleibt ein mehr als hinreichend großes Qualifikationsfeld
für solche Studiengänge.
Hinzu kommt: Psychische Krankheiten weisen die relativ
größten Wachstumsraten unter den chronischen
Krankheiten auf. Die entsprechenden Hilfsangebote
wurden in den letzten beiden Jahrzehnten vermehrt
durch SozialpädagogInnen geprägt. Auf diesem
Hintergrund sollen Berufspraktiker durch diesen Weiterbildungsstudiengang
so qualifiziert werden, dass sie den Anforderungen
in planend-steuernden und in besonders wissens-
und wissenschaftsbasierten Positionen im Bereich
der Sozialarbeit in der Psychiatrie gewachsen sind.
Dies sind z. B. Planungs-, Steuerungs- und Koordinationsaufgaben,
mittelbar auch Leitungsaufgaben. Dies gilt insbesondere
für solche Bereiche, wo eingehendes Wissen
und Schnittstellenmanagement gefragt sind und auch
überall dort, wo komplexe Problemlagen auf
Seiten des Klientels bestehen.
so qualifiziert werden, dass sie lebensweltnahe
und spezialisierte Perspektiven, Modelle, Theorien
und Verfahren der Betreuung, Beratung und Intervention
kennen und anwenden können. Besonderer Wert
wird hierbei auf die Ergebnisse der vergleichenden
Beratungs- und Therapieforschung gelegt. Denn die
Erfahrung zeigt, dass Sozialpädagogen (ähnlich
wie Psychologen und Psychiater) dazu tendieren,
spezifische Orientierungen zu generalisieren
so qualifiziert werden, dass sie neue berufliche
Anforderungen bewältigen können. Hierzu
zählen wir Krisenintervention, Hilfe für
traumatisierte Personen sowie Case- und Care-Management.
Das Studium umfasst sechs Modulgruppen mit insgesamt
15 modularisierten Studieneinheiten.
Die Module gewährleisten die Integration aktueller
und relevanter disziplinärer Wissensbereiche
und professioneller Kompetenzen. Sie beruhen auf einem
ausgewogenen Verhältnis praxisrelevanter Theorien
und theoriebasierter Anwendungskompetenz.
Es handelt sich um ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium.
Es gliedert sich in vier Studiensemester und ein Semester
zur Erarbeitung der Masterarbeit.
Es setzt sich zusammen aus folgenden Studienelementen:
1. Pro Semester vier dreitägige Seminare und
ein viertägiges Seminar (insgesamt 64 Präsenztage)
2. Projektarbeit (Vorarbeiten zur Masterarbeit)
3. Angeleitetes Selbststudium (inkl. eLearning)
4 . Masterarbeit im fünften Semester (Themenvorschläge
hier)
Studienleitung:
Prof. Dr. M. Cramer
Hochschule München
Fakultät f. Sozialwissenschaften
Am Stadtpark 20
81243 München eMail